Vers-Meditation



Bhagavad-gita 2.12 (1.2. des Seminars)

Im zweiten Teil unseres Seminars wenden wir uns dem Studium der Sanskritverse (shloka) zu. Wir haben dazu sowohl allgemeingültige Texte als auch Kernverse der Bhagavad-Gita ausgewählt.

Weshalb einen Vers auswendig lernen? Wenn wir einen Shloka oder Mantra hören oder sprechen, handelt es sich um Worte, die mit den Lippen erzeugt, mit den Augen gelesen, den Ohren gehört und dem Verstand intellektuell verarbeitet wird. Es sind lediglich Schatten, welche das Wort wirft und von uns wahrgenommen werden. Durch das sich Erinnern an und Vertiefen in diese Strophen soll zu einer tieferen Schicht des Wortes gefunden werden, indem die Kraft und Erkenntnis des Wortes (das Göttliche) direkt im eigenen Selbst aufleuchtet. In Sanskrit wird dieser Vorgang sphota genannt: das Aufbrechen des Sinnes des Wortes. Nicht nur dass dann der Geist von Ängsten und Problemen befreit wird, sondern die Erkenntniskraft des Wortes Selbst wird im Inneren lebendig.



Wie der Vers auswendig gelernt wird

Lesen Sie die Sanskrit-Betonung mehrmals laut mit Hilfe der Kassette. Zur richtigen Aussprache folgen Sie dem Anhang am Ende der Bhagavad-Gita. Es ist eine gute Hilfe beim Lernen der Verse, wenn Sie die Übersetzung Wort für Wort durchgehen, so dass Sie mit der Sanskritsprache vertraut werden und wissen, was Sie auswendig lernen. Lassen Sie sich dabei nicht davon verwirren, dass ein Sanskritwort viele verschiedene Bedeutungen haben kann.

na tv evåham jåtu nåsaµ
na tvaµ neme janådhipå-a
na caiva na bhaviyåma-a
sarve vayam ata-a param
Vers 2.12


Wort für Wort Übersetzung
na - nicht, nie; tu - tatsächlich; eva - gewiss; aham - Ich; jatu - immer, je zuvor; na - nicht; asam - ich existierte; na - es ist nicht so, noch; tvam - du selbst; na - nicht, noch; ime - diese, all jene; jana-adhipa - Führer der Menschen; na - nicht, nie; ca - auch, und; eva - gewiss; na - nicht so; bhavisya-mah - wir werden existieren; sarve vayam - alle von uns; atah param - in Zukunft


Übersetzung

(Krishna spricht:)
Tatsächlich gab es nie eine Zeit, als Ich oder du oder all diese Führer der Menschen nicht existierten. Und gewiss wird auch in der Zukunft niemals einer von uns aufhören zu sein.


Vertiefen Sie sich Morgens und Abends zwei Minuten in diesen Vers.

Das ”ich“ und das ”du“ von dem Krishna hier spricht, transzendiert die Bedingtheit und die Vergänglichkeit aller materiellen Körper. Das ist ein Hinweis auf ein Sein jenseits der Lebensdauer eines materiellen Körpers. Unsere wahre Identität liegt in der Tat weit jenseits dieses zeitweiligen Körpers und die Kenntnis von diesem wahren Selbst ist der erste Schritt in ein spirituelles Leben.

Wiederholen und überdenken Sie den Sanskrit-Vers täglich 4 Minuten, bis Sie ihn auswendig können und verfahren Sie ebenso mit der Übersetzung.



Bhagavad-gita 2.22 (2.2. des Seminars)

våsåµsi jråni yathå vihåya
navåni g®håti naro `paråi
tathå arråi vihåya j®åny
anyåni saµyåti navåni deh
Vers 2.22


Wort-für-Wort-Übersetzung

vasamsi - Kleider; jirnani - alte und abgetragene; yatha - genau wie; vihaya - aufgeben, wegwerfen; navani - neue Kleider; grhnati - nimmt an; narah - ein Mensch; aparani - andere; tatha - genauso; sarirani - Körper; vihaya - aufgeben, wegwerfen; jirnani - alte und abgetragene; anyani - verschiedenartige; samyati - nimmt wahrlich an; navani - neue; dehi - das verkörperte Selbst.


Übersetzung

Wie ein Mensch alte, abgetragene Kleider ablegt und neue anzieht, so gibt auch das verkörperte Selbst alte und unbrauchbar gewordene Körper auf und tritt in neue ein.


Werden Sie sich über die verschiedenen Körper bewusst, die Sie in diesem Leben bereits hatten und über jene, die Sie noch haben werden, wenn Sie älter werden. Ihr Körper verändert sich ständig, doch der Beobachter - Sie, das wahre Selbst - verbleibt unverändert und stellt lediglich fest, wie sich sein Geist (Ansichten, Wünsche usw.) und sein Körper verändern.

Das Schlüsselwort in diesem Vers ist ”Wechsel“. Den einen Körper abzulegen und in einen neuen zu schlüpfen ist ein natürlicher Vorgang, der bis zu einem gewissen Grade bereits jetzt beobachtbar ist. In diesem Vers wird der alte Körper mit abgetragenen und unbrauchbaren Kleidern verglichen, den wir gegen einen neuen Körper austauschen müssen. Die Seele kann nicht in einem alten und unbrauchbaren Körper bleiben, und wandert deshalb in einen anderen, wenn es nötig ist. Vertiefen Sie sich Morgens und Abends zwei Minuten in diesen Vers.

Verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Wiederholen Sie auch den Vers der ersten Lektion und zwar gerade so oft, dass Sie ihn nicht vergessen.


Bhagavad-gita 2.17 (3.2. des Seminars)

avinåi tu tad viddhi
yena sarvam idaµ tatam
vinåam avyayasyåsya
na kacit kartum arhati
Vers 2.17



Wort-für-Wort-Übersetzung

avinasi - unzerstörbar; tu - aber, tatsächlich; tat - dies; viddhi - wisse es; yena - von dem; sarvam idam - all dies (der gesamt Körper, das Universum); tatam - durchdrungen; vinasam - Zerstörung; avyayasya - des Unvergänglichen; asya - von ihr; na kascit - niemand; kartum - zu tun; arhati - ist imstande.


Übersetzung

Wisse, das, was alles (den Körper, das Universum) durchdringt, ist unzerstörbar. Niemand ist imstande, das Unvergängliche (die Seele) zu zerstören.

Das Schlüsselwort in diesem besonderen Vers ist das ”Unvergängliche“. Wenn das Unvergängliche - die Seele - in den Körper eingeht, woher kommt sie dann? Und wenn sie den Körper wieder verläßt, wohin geht sie? In einen neuen Körper? Oder ist sie befreit vom Kreislauf der wiederholten Geburten und Tode? Kann die Seele auch ohne Körper existieren? Denken Sie über diese Fragen nach, während sie über diesen Vers meditieren und ihn auswendig lernen. Behalten Sie auch die gelernten Verse und Übersetzungen aus Kapitel 1 und 2 in Erinnerung, und wiederholen Sie sie wenn nötig.



Bhagavad-gita 3.8 (4.2. des Seminars)

niyatam kuru karma tvam
karma jyayo hyakarmanah
sharirayatrapi cha te
na prasiddhyed akarmanah
Vers 3.8


Wort-für-Wort-Übersetzung

njyatam - vorgeschrieben; kuru - du solltest ausführen; karma - Tätigkeiten; tvam - du; karma - (solch geeignete, ordnungsgemässe) Tätigkeiten; jyayah - besser; hi - tatsächlich; akarmanah - als Untätigkeit; sharira - körperlich; yatra - Erhaltung; api - sogar; cha - und; te - dein; na - nicht; prasiddhyet - es kann erfüllt werden; akarmanah - ohne Tätigkeiten


Übersetzung

Du solltest deine vorgeschriebenen Pflichten ausführen, denn geeignetes Tun ist besser als Untätigkeit. Tatsächlich könnte ohne Tätigkeit nicht einmal die Aufrechterhaltung deines physischen Körpers vollbracht werden.


Die Kernaussage dieses Verses steckt in dem vielschichtigen Begriff karman. Der Begriff umfasst genauso eine geistige oder körperliche Handlung als auch die Konsequenz aus dieser geistigen oder körperlichen Tat. Dadurch entsteht eine Kette von Ursachen und Wirkungen an die das Lebewesen gebunden ist. Karma, das heisst das eigene Tun und die Wirkungen daraus, sind die Ursache unterschiedlicher Lebenssituationen, die dem Menschen als Lebensaufgaben entgegenkommen und seine Seele reifen lassen können. Das Karma-Konzept darf nicht als Schicksalsgläubigkeit missverstanden werden, vielmehr soll es dem Menschen deutlich vor Augen führen, dass die vollständige Verantwortung für sein Tun bei ihm selbst liegt und er dementsprechend jederzeit die Freiheit besitzt, die Richtung seines Weges zu bestimmen.

In einer weiteren Bedeutung, zielt der Begriff auf die Entwicklung zum rituellen Tun als Opfer (karma-yoga) und selbstlosen Tun ab. Dadurch dass jemand aufhört zu handeln, wird diese Untätigkeit möglicherweise nur zur Ursache von Problemen, z. B. wenn dadurch nicht einmal mehr der eigene Körper unterhalten werden kann oder Schutzbefohlene im Stich gelassen werden. Die Auswirkungen dieser Tat (der Untätigkeit) sind ein weiteres Glied in der Kette von Ursache und Wirkungen. Wenn die Handlung jedoch die Eigenschaft selbstlosen Tuns oder sogar hingebungsvoller Widmung für den Höchsten annimmt, kann diese Kette nach und nach aufgelöst werden.

Vertiefen Sie sich Morgens und Abends zwei Minuten in die Bedeutung dieses Verses und verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Behalten sie auch die Verse der vorangegangenen Lektionen in Erinnerung.



Bhagavad-Gita 4.7 (5.2. des Seminars)

yadå yadå hi dharmasya
glånir bhavati bhårata
abhyutthånam adharmasya
tadåtmånaµ s®jåmy aham
Vers 4.7


Wort-für-Wort-Übersetzung

yadå yadå - wann und wo immer; hi - sicher; dharmasya - Religion, Rechtschaffenheit, Tugend, Gesetz; glåni-a - Zerfall; bhavati - auftreten, werden; bhårata - o Nachkomme Bharatas; abhyutthånam - Vorherrschschaft, Aufsteigen; adharmasya - Irreligon, Unredlichkeit, Sittenlosigkeit, Unmoral; tadå - in diesem Moment; åtmånam - Selbst; s®ijåmi - ich offenbare, erscheine; aham - ich


Übersetzung

Wann und wo immer der Zerfall des dharma (das was die Welt trägt) eintritt, oh Nachkomme Bharatas, und Irreligion, Ungerechtigkeit und Sittenlosigkeit zur Vorherrschaft aufsteigt, in diesem Moment erscheine Ich.


Das Schlüsselwort in diesem Vers ist srijami. Krishna wird nicht erschaffen, vielmehr manifestiert Er seine Ihm eigene, ewige Form. Es ist die Feststellung, dass Krishna (Gott) im Unterschied zu Arjuna (dem Lebewesen) aus eigenem Willen zu bestimmten Zeiten in dieser Welt erscheint. Krishna offenbart sich hier als Avatar. Hergeleitet von der Wurzel tr bedeutet Avatar, überqueren: jemand, der herabsteigt, der den Ozean der Begierdenwelt überquert. Als Ursprung der Schöpfung unterliegt Krishna dabei ihren Gesetzen nicht. Im zweiten Kapitel wird Arjuna über die Unvergänglichkeit des spirituellen Selbst (atman) unterwiesen. Hier nun kommt der Unterschied zwischen der ewigen Atman-Gestalt Gottes und des individuellen Atmans stark zum Ausdruck. Beide nahmen schon viele Geburten in der Welt, doch nur Krishna erinnert sich an sie (Vers 4.5). Während Arjuna durch die Fessel seines Karmas gezwungen ist, in bestimmten Leibern geboren zu werden, erscheint Krishna wann immer und wo immer Er es sich wünscht. In diesem Vers wird Krishna als der lebendige Gott offenbar, der als Heilbringer das Lebewesen begleitet und es niemals alleine lässt.

Verinnerlichen Sie sich diesen Vers und verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Behalten sie auch die Verse der vorangegangenen Lektionen in Erinnerung.



Bhagavad-gita 5.7 (6.2. des Seminars)

yoga-yukta-a viuddhåtmå
vijitåtmå jitendriya-a
sarva-bh°tåtma-bh°tåtmå
kurvann api na lipyate
Vers 5.7


Wort-für-Wort-Übersetzung

yoga-yukta-a - wer in yoga handelt; viuddha-åtmå - eine geläuterte Seele; vijita-åtmå - wer selbstbeherrscht ist; jita-indriya-a - dessen Sinne bezwungen sind; sarva-bh°ta - von allen Lebewesen; åtma - das Selbst; bh°ta-åtmå - das Selbst in allen Lebewesen; kurvan - Tätigkeiten ausführen; api - obwohl; - nie; lipyate - ist befleckt


Übersetzung

Eine selbstbeherrschte, geläuterte Seele, die sich in yoga betätigt, deren Sinne bezwungen sind, und die das eigene Selbst gleich betrachtet wie das Selbst in allen Lebewesen, ist niemals befleckt, selbst wenn sie Tätigkeiten ausführt.


Eine wichtige Bedeutung in diesem Vers steckt im Begriff sarva-bh°tåtma-bh°tåtmå. Jemand, der das transzendentale Wesen seines eigenen Selbst erkennt, sieht auch in jedem anderen Lebewesen diesen gleichen transzendentalen Kern. Durch diese Sicht der spirituellen Gleichheit aller Lebewesen, fühlt er sich einem jedem sehr zugetan: Liebe deinen Nächsten wie dich Selbst. Eine solche Person sieht alle Lebewesen mit dem Ursprung allen Seins, Gott, verbunden, ähnlich wie die Blätter und Zweige eines Baumes nicht vom Baum getrennt sind. In dieser Weise richtet er sein Bewusstsein ständig auf das Göttliche und wird so geläutert. Da seine Tätigkeiten nicht unter dem Diktat der Sinne und des Geistes ausgeführt werden, sondern dem göttlichen Urgrund in allem gewidmet sind, wird das Bewusstsein einer solchen Seele dadurch nicht befleckt.

Verinnerlichen Sie sich diesen Vers und verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Behalten sie auch die Verse der vorangegangenen Lektionen in Erinnerung.



Bhagavad-gita 6.40 (7.2. des Seminars)

sri-bhagavån uvåca
pårtha naiveha nåmutra
vinåas tasya vidyate
na hi kalyåa-k®t kacid
durgatiµ tåta gacchati
Vers 6.40


Wort-für-Wort-Übersetzung

sri bhagavån uvåca - der mit dem Glanz der sechs göttlichen Eigenschaften Erfüllte sprach; pårtha - Sohn P®thås; na eva - weder, niemals ist es so; iha - hier in dieser Welt; na - (weder) noch, und auch nicht; amutra - im Himmel, im nächsten Leben; vinashah - Vernichtung, Verlust; tasya - seine, für ihn (der Yogi, der die Vollkommenheit nicht erreicht); vidyate - gründet, existiert; - nie; hi - gewiss; kalyåa-k®t - jemand, der glücksverheissende (fromme) Tätigkeiten ausführt; kacit - jemand; dur-gatim - eine unglückliche Bestimmung, zu Erniedrigung; tåta - lieber Freund; gacchati - er geht


Übersetzung

Der mit dem Glanz der sechs göttlichen Eigenschaften Erfüllte sprach: Sohn P®thås, den unvollkommenen Yogi trifft weder in dieser Welt (in diesem Leben) noch im Himmel (im nächsten Leben) Zerstörung oder Verlust. Wahrhaftig, lieber Freund, es ist untermauert, dass niemand, der Gutes tut, je übel enden wird.

Es ist eine vielgemachte Erfahrungen, dass letztlich der Erfolg darüber entscheidet, ob unsere Anstrengungen vergeblich oder erfolgreich waren. Die Kernaussage dieses Verses weist gerade auf eine entgegensetzte Wirkungsweise hin. Die Anstrengungen und Bemühungen eines Yogis sind niemals vergeblich und vergehen nicht, selbst wenn er vorerst darin scheitert, die Vollkommenheit zu erlangen oder vielleicht sogar von seinem Weg abweicht. Der Erfolg ist daher bereits in jeder Bemühung enthalten, die auf die Verbindung mit der Transzendenz (yoga) und auf das Wohl von Schöpfer, Schöpfung und Geschöpfen ausgerichtet ist.

Verinnerlichen Sie sich diesen Vers und verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Behalten sie auch die Verse der vorangegangenen Lektionen in Erinnerung.



Bhagavad-gita 7.26 (8.2. des Seminars)

vedåhaµ samattåni
vartamånåni cårjuna
bhaviyåi ca bh°tåni
måµ tu veda na kacana
Bhagavad-gita 7.26


Wort-für-Wort-Übersetzung

veda - kenne, wisse; aham - Ich; samattåni - vollständig vergangen, was war; vartamånåni - gegenwärtig, was ist; ca - und; arjuna - o Arjuna; bhaviyåi - zukünftig, was noch nicht ist; ca - und, auch; bh°tåni - alle Lebewesen; måm - Mich; tu - aber; veda - kennt, weiss; na - nicht; kacana - jemand


Übersetzung

Ich weiss um alle Vergangenheit, alle Gegenwart und alle Zukunft, o Arjuna. Ich kenne auch alle Lebewesen, aber Mich kennt niemand.


In der Vielschichtigkeit der Bedeutung dieses Verses werden die verschiedenen Aspekte des Höchsten Wesens ausgedrückt. Obwohl - wie zu Beginn des siebten Kapitels erklärt - sowohl die materielle Energie als auch die Lebensenergie der Lebewesen letztlich in Krishna gründen, ist Er doch auch verschieden von ihnen. Dies drückt sich darin aus, dass Krishna der alleinige Kenner von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist. Dieses Wissen ist auf seinen unpersönlichen Aspekt der Allanwesenheit (brahman) zurückzuführen.

Die Aussage, dass Er jedes Lebewesen ”kennt“ deutet auf seinen paramatma-Aspekt: den inneren Lenker und stillen Begleiter eines jeden Lebewesens. Diese beiden Aspekte sind den Yogis zugänglich, die entweder auf dem Pfad des Jnana oder des mystischen Yogas Vollkommenheit erreichen.

Trotz dieser Vollkommenheit unerkannt bleibt jedoch dabei der Aspekt, den Krishna als ”Mich“ bezeichnet (”aber Mich kennt niemand.“) Es ist der Bhagavan-Aspekt, in der die Persönlichkeit des Höchsten Wesens in ihrer ganzen Fülle zum Ausdruck kommt. In einer Allegorie wird gesagt, dass das Herz (die Persönlichkeit) des Höchsten Wesens nur demjenigen zugänglich ist, der Ihr sein eigenes Herz schenkt.

Verinnerlichen Sie sich diesen Vers und verfahren Sie beim Auswendig lernen, wie in Lektion 1 empfohlen. Behalten sie auch die Verse der vorangegangenen Lektionen in Erinnerung.



OM TAT SAT